Eine neue Zeitschrift betritt überregional den Blätterwald: Fernschachpost stellt sich als Ziel alle Fernschachspieler zu erreichen.

Die erste Ausgabe der Fernschachpost ist seit ein paar Tagen erhältlich und wagt damit den Schritt über die Landesgrenzen von Mecklenburg-Vorpommern (einem Fernschachmekka!?) hinaus. Dabei versteht sich die Redaktion nicht als Lieferant mit Informationen für Freunde der "Postkartenvariante" des (Fern)Schachs, sondern soll auch Informationsträger für die Server- oder E-Mail-Spieler werden. Fernschachpost soll im Jahr achtmal erscheinen.

Das erste Heft weist 42 Seiten in DIN-A5-Format auf und ich gebe hier schlicht die Hauptüberschriften des Inhalts wieder:

Editorial
Deutscher Meister
Fernschachtreffen in Hahnenklee
Dr. H.-W. Dünhaupt Memorial
Gedanken zur Ferne im Fernschach
Rezensionen
Mitteilungen des BdF

Derzeit nimmt allein der Teil des BdF über die Hälfte des Heftes ein, in Zukunft sollen aber auch internationale Resultate im Ergebnisteil ausgewertet werden. Ob sich das Heft in den folgenden Ausgaben primär auf den Spielbetrieb des BdF konzentriert bleibt offen, aber das Protokoll zur Sitzung des Vorstandes des BdF legt im Punkt 8 folgendes offen:

"Die Situation um die Zeitschrift Fernschach International, das offizielle Verkündungsblatt des BdF, ist zunehmend unbefriedigender geworden. Seine Erscheinungsweise ist unregelmäßig, vom BdF veröffentlichte Informationen sind bei Erscheinen teilweise bereits veraltet. Von Mitgliedern wurde vermehrt die unbefriedigende Situation beklagt, Abhilfe wurde eingefordert.

Es wird in die Überlegungen einbezogen, dass sich ein Fernschachfreund angeboten hat, ab Sommer 2005 eine zusätzliche Zeitschrift ("Fernschachpost") auf den Markt zu bringen. Eine Aufkündigung der Zusammenarbeit mit dem Verlag Manfred Gluth würde zu komplizierten juristischen Problemstellungen führen. Aufgrund der sich neu ergebenden Situation mit zwei Zeitschriften ist eine Aufkündigung der Zusammenarbeit mit dem Verlag Gluth nicht notwendig.

Zukünftig sollen "Fernschachpost" und "Fernschach International" mit identischen Turnierberichten etc. bedient werden. Damit haben beide Marktbewerber gleiche Chancen, die Chancen des Verlegers Manfred Gluth werden nicht geschmälert."

Interessenten können hier die Zeitschrift beziehen.

(C) Frank Große, 2005