Schachmagazin 64

sm64.jpgChefredakteur: IM Otto Borik
Sprache: Deutsch
Verlag: Carl Ed. Schünemann KG Bremen
ISBN: 0721-9539 52 Seiten, geheftet, 2007
Erscheinungsweise : monatlich

Ein fester Bestandteil der deutschsprachigen Schachzeitschriften ist das Schach Magazin 64, betreut von IM Otto Borik. Einmal im Monat wird über das aktuellste aus der Schachwelt umfassend berichtet. Zahlreiche fundierte Analysen, ausführliche Interviews und spannende Turnierberichte aus aller Welt informieren den Leser umfangreich über das internationale Schachgeschehen. Darüber hinaus gibt es immer wieder sehr interessante Artikel zu bestimmten Eröffnungen, spezieller Mittelspielstellungen und Endspielen. Der informative Turnierkalender gibt einen Überblick wann wo was gespielt wird. Allein die beliebte und lehrreiche Trainingsrubrik „Verbessern Sie Ihre Spielstärke - Test & Training" von GM Daniel King rechtfertigt bereits den Kauf des Magazins. Eine Leseprobe dieser Rubrik findet man hier:

 

http://www.schuenemann-verlag.de/schach-magazin/training/TTExample/TestExample.pdf

Wer sich umfassender über das Schach Magazin 64 informieren will dem sei die hervorragend gestaltete Internetseite des Magazins empfohlen:

http://www.schuenemann-verlag.de/schach-magazin/

Dort findet man das Inhaltsverzeichnis des jeweils aktuellen Heftes sowie weitere Leseproben. Auf der Seite kann man auch die Partien der jeweiligen Hefte downloaden! Sehr vorbildlich und benutzerfreundlich! Wer sich noch nicht ganz sicher ist ob er das Magazin abbonieren will, kann sich auch erst einmal ein kostenloses Probeheft bestellen!

Nachfolgend ein kurzes Interview mit dem Chefredakteur des Schach Magazin 64, IM Otto Borik:

Herr Borik, wie lange gibt es das Schach Magazin 64 schon und wie kamen Sie auf die Idee, eine Schachzeitung herauszubringen?

Die erste Ausgabe kam vor knapp 28 Jahren, Anfang Oktober 1979 auf den Markt. Das Besondere daran waren die vielen Trainingsbeiträge und die Aktualität. Damals gab es kein Internet, und da das Fernsehen oder die Tagespresse allenfalls über politisch brisante Schachduelle wie Fischer-Spasski oder Karpow-Kortschnoi berichteten, war man bei 99% der Schachinfos auf die monatlich erscheinende Fachpresse angewiesen. In Moskau gab es damals eine Publikation namens „64“, zunächst als eine Beilage zu einer Sportzeitung, die wesentlich aktueller berichten konnte. Sie diente dem neuen Magazin als Vorbild, als kleine Reminiszenz kam auch die Ziffer „64“ – ohnehin eine „Schachzahl“ – in den Titel des Schach Magazins 64. Als Erscheinungsweise wurde zweimal monatlich gewählt, so konnten wir aktueller als andere berichten.

Das Schach Magazin 64 erscheint seit kurzem einmal im Monat, was hat sich gegenüber früher verändert?

Das Internet hat die Zeitschriften verändert. Die Frage der Aktualität ist für die Presse nicht mehr vorrangig, für eine schnelle Information ist das Web da. Daher haben wir die beiden Ausgaben eines Monats in einem Heft zusammengelegt, die Zeitschrift erscheint nun einmal monatlich, quasi als Doppelausgabe. Der Leser bekommt genauso viel Inhalt wie vorher, der Jahresbezugspreis konnte trotz der Teuerungsrate gehalten werden, weil die Zusammenlegung Versandkosten einspart. Verändert hat sich das Layout – es ist moderner und übersichtlicher geworden –, und da durch die Zusammenlegung Platz gewonnen wurde, beispielsweise beim Turnierkalender, der nur zwei nicht vier Seiten beansprucht, konnten einige Inhalte neu dazu gekommen: insbesondere die praxisbezogenen Trainingsbeiträge wurden erheblich erweitert.

Gibt es irgendwann einmal das Schach Magazin 64 + Partiendiskette (oder CD)?

Wir schließlich nichts aus und prüfen auch andere Ideen. Gegenwärtig bieten wir einen kostenlosen Partiendownload an, alle Partien, die im Heft sind (neuerdings auch die Fragmente, Kombinationsaufgaben usw.) stehen auf www.schach-magazin.de zum Herunterladen bereit.

Wieso sollte man das Schach Magazin 64 kaufen und was kann der Leser davon erwarten?

Trotz Internet abonnieren Menschen weiter Tageszeitungen oder Zeitschriften. Ein Magazin kann man im Zug, in der U-Bahn, im Bus oder am Strand lesen, sogar auf dem stillen Örtchen – will man dorthin einen Rechner samt Bildschirm mitnehmen? Vor allem aber: In die Flut von Nachrichten wird Ordnung gebracht, eine Auswahl wird getroffen, die Spreu vom Weizen getrennt, kurzum die Qualität steht im Vordergrund. Und was der Leser konkret vom SM 64 zu erwarten hat? Was soll man sich selbst anpreisen; jeder Schachfreund kann am besten selbst entscheiden, ob ihm das Magazin gefällt oder nicht, und das geht nur durch Testen. Deshalb bieten wir das Probeabo http://www.schuenemann-verlag.de/schach-magazin/abo_bestellen.php extrem günstig an, knapp über 5 Euro für drei Hefte, danach hat man 150 Seiten gelesen und kann eine Entscheidung treffen.

Noch eine abschließende Frage, was würden Sie im internationalen Schach ändern bzw. reformieren?

Das ist ein Thema für lange Winterabende und würde den Rahmen dieses Interviews, das – wie Sie sagen – auch eine Rezension ist, sicherlich sprengen. Vielleicht wäre es eine Idee, bei einer Großveranstaltung wie der Schacholympiade Dresden 2008 oder – wenn es schneller gehen soll – in Mainz 2007 eine Journalistenrunde dazu zu befragen. Ich würde mitmachen.

Herr Otto Borik, ich bedanke mich für das Gespräch und wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft!

Fazit: Das Schach Magazin 64 informiert umfassend über alles was wichtig ist im Schach, die festen Rubriken und die ausführlichen Analysen genießen einen sehr guten Ruf und machen das Magazin für jeden Schachfreund unentbehrlich!

Martin Rieger, Mai 2007