Isaac Lipnitsky

Questions of Modern Chess Theory

A Soviet Classic

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Sprache: Englisch

Verlag: Quality

ISBN-13: 978-1-906552-03-9

229 Seiten, kartoniert, 1. Auflage 2008, original erschienen 1956.

Erhältlich bei Schach Niggemann

 

Eigentlich ist dieses Buch ein Mythos, eine Legende von der man sich unter vorgehaltener Hand erzählt, ein Relikt aus vergangenen Tagen. Die Rede ist von „Questions of Modern Chess Theory” von Isaac Lipnitsky (1923-1959), einem ukrainischen Schachspieler/Theoretiker und Trainer. Lange Zeit war dieses, nur in russischer Sprache, erschienene Werk nicht mehr zu erhalten und so geriet es nach und nach in Vergessenheit. Einzelne Hinweise auf dieses sagenumwobene Buch gaben keine Geringeren als Botvinnik und Fischer in ihren Büchern (Lipnitsky meinte dazu…., aus der Sicht von Lipnitsky…, usw.). Der Quality Chess Verlag hat dieses Buch nun erstmals ins Englische übersetzt und damit einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Was ist das Besondere an diesem Buch, das von Anatoly Karpov im Vorwort in den höchsten Tönen gelobt und von Efim Lazarev als „Superbook“ bezeichnet wird?

Für mich liegt die Antwort klar auf der Hand, ähnlich Capablancas „Chess Fundamentals“ bietet „Questions of Modern Chess Theory“ geballtes, komprimiertes Schachwissen in einfacher und überschaubarer Form. Dieses scheinbar Einfache hat es aber in sich, mit jeder neuen Seite des Buches hat man das Gefühl, etwas gelernt zu haben. Lipnitsky schreibt über die Eröffnung im Allgemeinen, wichtige Strategien bei dem Spiel im Zentrum und auf den Flügeln, über die Initiative, über Gambits und viele andere Dinge. Das alles wäre nichts Besonderes und es gibt genügend Bücher, die ähnliches anbieten, doch hier liegt der Fall anders. Der Autor braucht keine seitenlangen Erklärungen oder ermüdende Ausführungen um eine Sache zu vermitteln, exzellente Partiebeispiele und eine klare logische Sprache vermitteln kompliziertes Schachwissen in sehr kurzer Zeit. Obwohl das Buch bereits vor mehr als 50 Jahren erschien, hat es nichts von seiner Aktualität und seinem Wert verloren, ein zeitloser Klassiker, eine Legende, ein Mythos…

Fazit: Wegen solchen Büchern hat Bobby Fischer die russische Sprache gelernt!

Ich danke der Firma Schach Niggemann, die das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Martin Rieger, Oktober 2008