Vom Krankenlager des Schachs

von Martin Rieger

 

Vor gut 85 Jahren verfasste Rudolf Spielmann seinen legendären Aufsatz „Vom Krankenlager des Königsgambit“. Gerade er, der diese Eröffnung wie kein Zweiter liebte, verehrte und natürlich auch spielte, äußerste sich äußert pessimistisch über die weitere Zukunft dieser Eröffnung: „Das Königsgambit ist noch nicht gestorben, aber schwerkrank“, so sein Fazit damals. Die gleiche Behauptung möchte ich hier nun auf das Schach in unserer heutigen Zeit übertragen.

Warum ich diesen Artikel schreibe?

Nun, natürlich wäre es für mich einfacher, den Dingen ihren freien Lauf zu lassen und sich nicht darüber aufzuregen, was Funktionäre und teilweise auch Spieler aus diesem Spiel gemacht haben. Sollte ich mich nicht beirren lassen von den Ungerechtigkeiten, den Mauscheleien und den, für den normalen Hobbyspieler, nicht mehr nachvollziehbaren Regelungen für eine Turnierpartie? Sollte ich mich nicht mehr darüber echauffieren, dass die FIDE keinen vernünftigen WM-Zyklus zustande bringt und Entscheidungen darüber willkürlich gefällt werden? Sollte ich mich nur mal nicht so aufregen, wenn zwei deutsche Titelträger in einem deutschen Großmeisterturnier in ihrer Partie trotz der Sofia-Regel ein Remis nach wenigen Zügen vereinbaren? (und ja, die Partie endete zwar mit einem Patt und ist somit regelkonform doch das ist in meinen Augen eine Verhöhnung der Zuschauer und Veranstalter, eine dreiste Aushöhlung der besagten Regel und obendrein bestimmt kein gutes Vorbild für jugendliche Schachspieler).

Zu dieser „Partie“ komme ich später.

Sollte ich nicht versuchen zu verstehen, wenigstens ansatzweise, welche Logik sich dahinter verbirgt, das Schachspiel systematisch zu zerstören? Gut, man mag einwenden, dass solche Vorfälle auch in der Vergangenheit stattgefunden haben, dass es Vetternwirtschaft und Klüngelei im Schach schon zu Zeiten Capablancas gegeben hat, dass dies halt schon immer so war. Doch damit kann und will ich mich nicht zufrieden geben. Schach wurde erst in den letzten Jahren so herunter gewirtschaftet, so korrumpiert, so ausgehöhlt.

Einige Beispiele aus dem aktuellen Schachgeschehen mögen dies veranschaulichen: Paehtz(2474) - Tischbierek(2447) GM Turnier Berlin (8.2), 09.07.2009 1.d4 d6 2.Dd2 e5 3.a4 e4 4.h3 f5 5.Df4 Le7 6.Dh2 Le6 7.Ta3 c5 8.Tg3 Da5+ 9.Sd2 Lb3 10.d5 Lh4 11.c4 e3 12.f3 f4 und 1/2-1/2, übrigens ist die Partie eine exakte Kopie der Begegnung Tischbierek, R (2440) - Paehtz, T (2430) [A41], DDR-ch 39th(9), 15.02.1990.

Was soll´s? So etwas kommt zwischen Großmeistern öfters vor, mag man vielleicht einwenden. Nicht ohne Grund wurde deswegen die Sofia-Regel (seit 2005 wurden beim M-Tel Masters in Sofia Remisen per Vereinbarung zwischen den Spielern untersagt. Lediglich bei technischer Remisstellung ist ein Remis-Angebot über den Schiedsrichter möglich, der einer solchen Vereinbarung auch zustimmen muss.) erdacht, eben um solche schnellen Remisen zu unterbinden. Die Initiatoren dieser Regel haben aber nicht die Findigkeit und die Raffinesse bedacht, mit der einige Spieler dieses Prinzip der Remisvermeidung untergraben. Abgesehen davon, dass solche „Partien“ Zuschauer, ehrliche Mitspieler und letztendlich auch Sponsoren vor dem Kopf stößt und kein gutes Vorbild für die Jugend darstellt, muss man sich ernsthaft fragen, wie die beiden Protagonisten ihr sonstiges Auftreten in der Öffentlichkeit damit in Einklang bringen? Wetterte nicht einer der Spieler unlängst gegen schnelle Remisen in der Öffentlichkeit und wurde nicht jahrelang finanzielle Förderung in den anderen Spieler investiert um ihn nach vorne zu bringen, ihn vielleicht sogar zum neuen Aushängeschild des deutschen Schachs zu befördern? Diese Hoffnung hat sich übrigens mittlerweile zerschlagen und der DSB muss sich die Frage gefallen lassen, weshalb viel Geld investiert wurde in Leute, die das Schach mit den Füßen treten?

Interessant ist auch ein kurzer Auszug aus einem Interview, dass ich mit dem stellvertretenden DSB-Präsidenten, Dr. Matthias Kribben, kurz vor der Schacholympiade für Freechess.info führte:

Was erwarten sie persönlich von der Schacholympiade?

Wir wollen zum einen gute Gastgeber sein und es werden unwillkürlich Erinnerungen an das Fußball-Sommermärchen im letzten Jahr wach. Zum anderen wird es einen großen Schach-Boom geben, wenn die gesamte Schachwelt zu Gast bei Freunden ist. Und dies sollte uns dabei helfen, den Schachsport wieder stärker in den Bereich der Schulen zu verankern, denn von dort kommt praktisch unser gesamter Nachwuchs.

Wie kann Schach in Deutschland populärer werden und wie sehen diesbezüglich mögliche Pläne von Seiten des Deutschen Schachbundes aus?

Populär ist Schach bereits, 13 Millionen Deutsche spielen regelmäßig! Und dies trotz der zunehmenden Alternativen in Form verschiedenster Gesellschafts- und Internetspiele. Für uns geht es darum, möglichst viele Spieler an das Schach als Sportart heranzuführen und das geht nur über die Schulen, flankiert von einer guten Medienpräsenz.

Viele Schachfreunde bedauerten das Ende der legendären Schachsendungen mit Helmut Pfleger und Vlastimil Hort. Kann der Deutsche Schachbund hier seinen Einfluss nicht geltend machen und vielleicht zur Reaktivierung der beliebten Schachsendungen beitragen?

"Beliebt" ist in diesem Zusammenhang ein relativer Begriff - denn die Beliebtheit bezog sich eher auf ein begrenztes Fachpublikum, das meist bis nach Mitternacht aufbleiben musste. Erfreulicherweise gibt es inzwischen viele Übertragungen im Internet, die gut frequentiert werden. Fernsehtauglich sind diese Formate nicht. Am ehesten zeigen seit Jahren Turniere wie die ChessClassics in Mainz, wie man die Ware Schach gut verkaufen kann: Schnellpartien mit relativ kurzer Bedenkzeit und die Möglichkeit für den Zuschauer, während der Partie die Computer-Bewertung zu verfolgen, um erkennen zu können, wer "in Führung" liegt, denn den "Stand des Spiels" will jeder Sportzuschauer immer wissen. So wird Schach für die Zuschauer attraktiv!

(Quelle: Freechess.info)

Der groß angekündigte Schachboom hat sich erwiesenermaßen als Luftschloss erwiesen, genauso wie die erhoffte Medienpräsenz des Schachs.

Im Falle des Berliner Turniers von dem weiter oben die Rede war, wurden beide Spieler übrigens völlig zu Recht nach Artikel 12.1 der FIDE-Regeln verwarnt.

Ein anderes Beispiel: Dortmund 2009:

GM Peter Leko wird Zweiter hinter Kramnik mit einer schier unglaublichen Taktik, eine Partie gewinnen und alle restlichen Partien remis machen (5.Runde ein Sieg in 39 Zügen, alle anderen Partien remis in 17, 2x22, 24, 2x25, 27, 29 und 40 Zügen). Kein Mensch auf der Welt kann Leko hierfür einen Vorwurf machen (außer vielleicht die Sponsoren und Zuschauer, wobei sich hier die Geister scheiden) aber…

…macht es das Schach zukünftig attraktiver für Sponsoren, für Zuschauer, für die Schachfreunde weltweit? Wenn jeder Schachprofi zukünftig solche Taktiken wie die gezeigten anwendet und das öfters, dann gute Nacht! Sponsoren werden abspringen, kein Mensch besucht mehr irgendwelche Schachveranstaltungen und Schachzeitschriften/Publikationen werden zwecks Ermangelung vorzeigbarer aktueller Partien im Archiv kramen müssen.

Kurz zwei Partie aus Dortmund, die gut aufzeigen, was ich meine:

Leko,P (2756) - Kramnik,V (2759) [E04] Sparkassen GM Dortmund GER (1), 02.07.2009 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 d5 4.g3 dxc4 5.Lg2 Lb4+ 6.Ld2 a5 7.Dc2 Lxd2+ 8.Dxd2 c6 9.a4 b5 10.axb5 cxb5 11.Dg5 0-0 12.Dxb5 La6 13.Da4 Db6 14.Sbd2 Lb5 15.Da3 Sc6 16.0-0 Tab8 17.Tfc1 Sxd4 18.Sxd4 Dxd4 19.Sf3 Db6 20.Dxa5 Dxa5 21.Txa5 Lc6 22.Txc4 Lxf3 23.Lxf3 Txb2 24.h4 1/2-1/2 Bis zum 17.Zug folgten beide einer bekannten Analyse und nach weiteren sieben Zügen des Abtauschens einigte man sich auf Remis. Ich behaupte: Das war keine Kunst (so wie es Kramnik gerne für seine eigenen Partien beansprucht) noch war es Sport, geschweige denn Schach. Mit Schach hatte dieses Schauspiel genauso viel zu tun wie Hallenhalma mit Formationstanz.

Einen weiteren Leckerbissen dieser Art produzierten die GM Leko und Bacrot in der 9.Runde des Turniers, bei dem einen fast das Mahl im Hals stecken bleibt:

Bacrot,E (2721) - Leko,P (2756) [A30] Sparkassen GM Dortmund GER (9), 11.07.2009 1.c4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.g3 Db6 6.Sc2 e6 7.Lg2 Le7 8.0-0 0-0 9.Sc3 d6 10.e4 a6 11.Kh1 Tb8 12.Ld2 Ld7 13.g4 h6 14.f4 Sh7 15.Tc1 Tfc8 16.b3 Dd8 17.Se2 b5 1/2-1/2 Gerade als es anfängt, interessant zu werden, beschießt man, die Friedenspfeife zu rauchen. Ist das Schach? Ist das vielleicht Kunst, die ich einfältiger Tropf einfach nicht verstehe und zu würdigen weiß? Ist das Sport oder gar Wissenschaft? In meinen Augen nicht.

Kommen wir zum Schach weltweit:

Unter dem Titel „Nakamura schafft in zwei Tagen, was andere in sieben nicht schaffen“ veröffentlichte der Berliner Schachjournalist Stefan Löffler in seinem Schach-Blog schach.twoday.net einen interessanten Artikel über amerikanische Gepflogenheiten bei Schachopen. Dankenswerter Weise hat mir Herr Löffler erlaubt, den dortigen Text zu zitieren:

Kann man in zwei Tagen ein eigentlich siebentägiges Open gewinnen? Man kann, wie Mig berichtet. Wenn man Nakamura heißt und in den USA spielt. Dort ist es üblich, dass man sich für Tage, von denen man im Voraus weiß, dass man nicht kann, Byes, also halbe Punkte reservieren kann. Und für die ersten Runden gibt es oft einen beschleunigten Modus, das heißt statt einer langen Partie pro Tag spielt man mehrere an einem. Beim World Open in Philadelphia tat es Nakamura wie folgt: absolvierte die ersten fünf Runden in 45-Minuten-Partien. Dann spielte er zwei reguläre Partien (eines davon ein kurzzügiges Remis). Und für die letzten zwei Runden hatte er sich Byes genommen, um rechtzeitig zum Turnier nach San Sebastian abzureisen. Ergebnis 7 aus 9 und geteilter Erster. Wie geil ist das denn? Die alte Überschrift (Nakamuras schafft in drei Tagen, was andere in neun nicht schaffen) war nicht korrekt. Wie ich mittlerweile bei Chessvibes lesen konnte, gab es mehrere Doppelrunden. Die neun Runden wurden also in höchstens sieben Tagen absolviert, es gab aber auch ein Drei-Tages-Angebot, sie zu spielen, das Nakamura wahrnahm und sich für die beiden Runden am letzten Tag zusätzlich zwei Byes nahm, so dass er es in zwei Tagen schaffte. (Quelle: http://schach.twoday.net/stories/5806724/)

Was hat das eigentlich noch mit Schach zu tun? Ich bin fassungslos wenn ich so etwas lese, kann es sein, dass ich in den letzten 25 Jahren in denen ich Schach hobbymäßig betreibe, irgendetwas verpasst habe?

Kommen wir zum nächsten Beispiel das in letzter Zeit für einiges Aufsehen gesorgt hat. Die Rede ist von der, ja ich sehe es Ihrem Gesichtsausdruck förmlich an was Sie jetzt erwarten - schnell die Ohren zuhalten – Nulltoleranz. So jetzt ist es raus, sie können die Hände wieder von Ihren Ohren nehmen, ich weiß, mich nervt das Thema auch und ich werde versuchen, mich so kurz wie möglich zu halten zu diesem Thema, das ich für einen schlechten Scherz betrachte. Besser gesagt halte ich es für so lächerlich, für so dümmlich und für so überflüssig dass ich schreien möchte. Das wir uns nicht falsch verstehen, ich halte eine gewisse Frist für das Erscheinen zu einer Partie für zweckmäßig und auch vernünftig, doch wieso um Himmels Willen reichen nicht 30 Minuten, von mir aus auch 15 Minuten, um danach bei Nichterscheinen die Partie zu Nullen? Warum müssen es 0 Minuten sein? Nein, nullzeronixvonwegenkannstduvergessentoleranz muss es sein, so hat es der FIDE-Gott beschlossen (natürlich ohne jegliche Abstimmung) und der FIDE-Vorstand hat kopfnickend diese „demokratische“ Entscheidung abgesegnet. Der holländische Schiedsrichter Gert Gijssens hat darüber ausführlich berichtet (http://www.chesscafe.com/text/geurt128.pdf).

Eine Diskussion zum Handyverbot, dubiosen Ratingbestimmungen (u. a. : Ein Sieg eines Spielers mit 1350 gegen einen 1599er bei 60 Minuten Bedenkzeit kann nun gewertet werden, wenn die anderen Spieler alle schwach genug sind, aber bei 89 Minuten Bedenkzeit nicht, falls zufällig noch ein 1601er im Turnier mitspielt. Quelle: http://schachbund.de/downloads/Rating_Regulations_20090701.pdf) oder gar den Dopingkontrollen erspare ich mir an dieser Stelle, wobei ich mich bei letzterem schon gar nicht mehr gewundert habe, wie sich zum Beispiel der deutsche Schachbund gegenüber dem olympischen Komitee in dieser Sache derart anbiedern konnte um ja nur die Hoffnung am Leben zu erhalten, Schach zu einer echten olympischen Sportart und damit zu einer ewig sprudelnden Geldquelle zu machen.

Kommen wir zum „Meisterstück“ der FIDE, dem WM-Zyklus:

Vorbei die Zeiten in denen man als Vereinsschachspieler noch wusste, wer gerade Weltmeister ist. Heute werden Schachweltmeister im Schnelldurchlauf produziert nach dem Motto: Wer hat noch nicht wer will noch mal? Wie auf der Kirmes werden Titel vergeben, die zum Teil in Schnell- und Blitzschach ausgespielt werden und dessen tatsächlicher Wert daran abgelesen werden kann, dass kein Mensch mehr mit Sicherheit weiß, wer vor vier Jahren Schachweltmeister war. Nachdem nun nach langen zähen Querelen ein potenter Sponsor gefunden wurde und auch ein halbwegs vernünftiger WM-Zyklus zustande gebracht wurde, fiel der FIDE nichts Besseres ein als a)den Sponsor zu vergraulen b)eigenmächtig die Regeln zu ändern bei laufendem Wettbewerb. Konsequenz daraus: Führende Großmeister und auch die UEP (der Sponsor) zogen ihre Teilnahme, bzw. Kandidatur zurück. UEP-Chef Josef Resch hat sich dazu öffentlich im russischen Sport Express zu den Beweggründen geäußert. In der Hauptsache geht es darum, dass sich die UEP von der FIDE nicht bei der Organisation, der Suche nach möglichen Sponsoren und der Wahl des Austragungsortes reinreden lassen will. Außerdem sieht Resch nicht ein, dass der Veranstalter die ganze Arbeit alleine macht und das komplette finanzielle Risiko zu tragen hat.

Konsequenzen aus diesem Kasperletheater zogen unter anderem auch die Supergroßmeister Alexei Shirov, Magnus Carlsen und Michael Adams. Shirov protestierte gar mit einem offenen Brief (Let´s ban the FIDE) auf chessbase.com gegen die Änderungen bei laufendem WM-Zyklus und drückte aus, was viele denken: „Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der FIDE müssten viele vergangene Schachweltmeister in ihren Gräbern rotieren“ und weiter „Es ist die Pflicht der lebenden Schachspieler sich nun zu Wort zu melden. Wenn FIDE und Ilyumzhinov nicht damit aufhören, unseren intellektuellen Sport zu zerstören, sollte etwas getan werden“.

Bravo Alexei! Dem kann ich nur zustimmen doch gleichzeitig hege ich meine Zweifel, dass wirklich etwas geschieht. Vor allem stelle ich mir die Frage: Was soll geschehen?

Das kann nur mit einem Zusammenhalt aller weltweit ernsthaft interessierten Schachfreunde gelingen, die ihr Hobby, ihren Sport und teilweise auch ihren Beruf nicht kampflos dem Moloch der Korruption, der Günstlingswirtschaft und der Unredlichkeit überlassen wollen!

Vielleicht sollte man laut darüber nachdenken, eine Allianz aus demokratischen, Eigenfinanzierten Schachförderationen und der ACP zu schmieden? Vielleicht sollten noch viel mehr Schachspieler ihren Unmut darüber äußern, wie die FIDE ihre eigenen Regeln nach eigenem Ermessen mehrmals ändert und wie sie in nicht nachvollziehbarer Weise Entscheidungen trifft.

Vielleicht sollte man sich auch hier in Deutschland als Schachspieler fragen, was der DSB wirklich für das Schach tut? Vielleicht sollten sich auch Sponsoren und Turnierausrichter fragen, ob es Sinn macht, Gelder in Veranstaltungen zu investieren (Dortmund 2009 ist gutes Beispiel), in denen manche Teilnehmer ein Kurzremis nach dem anderen produzieren?

Zweifelsohne, Schach ist, um es mit den Worten von Rudolf Spielmann auszudrücken „noch nicht gestorben, aber schwerkrank“.

Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Swami Vivekananda:

„Alles kann für die Wahrheit geopfert werden, aber für nichts kann die Wahrheit geopfert werden!“

Martin Rieger, Regensburg im Juli 2009